Wer zahlt die Miete? Teil 2:

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Gemeinsam Leben, miteinander und füreinander.

In einem Beitrag vor einiger Zeit haben wir dir etwas zum Nachdenken gegeben. Wie lebst du mit deinem Hund zusammen? Teil 1 verpasst? Hier lesen!
Keine Panik, du sollst dich jetzt nicht in eine tiefe Sinneskrise stürzen und alles hinterfragen. Es spielt keine Rolle WIE du mit deinem Hund zusammen lebst, so lange es euch dabei beiden gut geht.

Es ist aber dennoch wichtig, sich einige Gedanken darüber zu machen, vor allem um unerwünschtes Verhalten frühzeitig zu erkennen. Eine "Diagnose" zu stellen ist dabei nicht möglich, und auch nicht sonderlich zielbringend. Gibt es doch einige Tricks mit denen du für beide etwas freude in den Alltag bringen kannst.

Ich erzähl dir mal etwas mehr:
Bis vor einigen Monaten war es unserem Frauchen und Herrchen egal. Wenn jemand zur Tür hereinkommt begrüssten wir ihn freudig, und auch entsprechend laut. Wir spielten zuhause mit unseren Spielzeugen, ob am Nachmittag oder mitten in der Nacht war uns gleichgültig. Falls etwas zu bruch ging, räumten es die beiden ja dann weg. Ups.

Doch eines Tages, vermutlich irgendwo im geheimen Besprochen, beschlossen Frauchen und Herrchen uns das nicht mehr zu erlauben. Wir mussten Brav sein.
Es wäre jetzt nicht so, dass wir zuhause nur noch Still in einer Ecke stehen dürfen, auf keinen Fall. Aber wir haben Regeln bekommen an die wir uns halten sollen.

Spielen im Haus:

Ist nach wie vor erlaubt für uns. Aber nur noch zu Tageszeiten und nur noch rund um unsere Sitzsäcke. Über einige Wochen wurden pünktlich am Abend unsere Spielsachen weggeräumt und wir machten täglich mehrere Stunden Spaziergänge. Die Spielzeuge liegen heute wieder rum, die Spaziergänge jedoch blieben.

Jemanden zu freudig Begrüssen:

Da wurden die Regeln wohl wirklich strenger. Neu müssen wir auf unseren Sitzsäcken bleiben bis wir uns beruhigt haben. Erst dann lassen unsere Chef's uns zu den Besuchern.

Müllsäcke durchwühlen:

Kaum waren die beiden aus dem Haus ging vor allem ich hinter, an und in die Müllsäcke. Meistens mit mässigem Erfolg, dafür aber einer riesigen Sauerei im Wohnzimmer. Ich zum beispiel machte es aber nicht aus Langeweile oder Trennungsangst, wobei dies je nach Charakter des Hundes auch zutreffen kann. Nein bei mir war es sehr einfach: HUNGER!. Ich war mir in der Anfangszeit nicht gewohnt regelmässig Futter zu bekommen. Bevor ich die jetzigen Chef's traf lebte ich abgemagert im Irgendwo. Jede Mahlzeit war mir also recht. Zum Glück aber bekomme ich heute regelmässig und ausreichend zu futtern.

Ankauen von Gegenständen:

Es gibt auch vierbeinige Freunde die gerne mal Möbel ankauen. Auch da ist es oftmals Langeweile, Unterbeschäftigung und Trennungsangst welche einen grossen Teil ausmachen. Bei mir war es rasch vorbei, nach einigen Schuhen, Sandalen und Plastikdeckel bekam ich Hundegerechtes Kauspielzeug. Das war mir natürlich sofort viel lieber als jedesmal ermahnt zu werden weil ich das falsche angenagt habe. Auch dabei hilft übrigens regelmässiges Spielen draussen sehr.

Auf Möbel liegen:

Hihi, das war Lustig. Als im Sommer Dragao im Fluss gebadet hatte. Unsere Chef's waren einkaufen, setzten sich danach auf das Sofa und hatten nasse hintern. Da ich nicht im Fluss war blieb natürlich nur Dragao übrig als "schuldige". Nach dem Fluchen hatten die beiden jedoch eine gute Lösung. Jedesmal wenn Sie vom Sofa aufstanden, verstellten Sie es mit Zeugs, sodass niemand mehr drauf sitzen konnte. Das hat sehr rasch gewirkt. Zeitgleich haben wir übrigens auch unsere neuen Sitzsäcke erhalten, also ein guter Ersatz.

 

Natürlich gäbe es hier nun noch eine lange lange Liste mit Dingen die wir Hunde machen würden oder könnten. Verhaltensweisen welche an gemütlichem Zusammenleben hindern.
Aber denke daran: Es geht nicht darum, dass du all das immer bestrafen musst. Überlege dir gut mit welchen Verhalten du leben kannst und willst und ob du wirlich etwas daran ändern möchtest.